In der Nacht vom 08.01. auf den 09.01. wurden wir von der ILS Fürstenfeldbruck zu einem „First Responder“ Einsatz in Sigmertshausen alarmiert. Vor Ort unterstützen wir den Rettungsdienst und konnten kurze Zeit später wieder abrücken.
Ein „First Responder“ ist eine zusätzlich alarmierte, medizinisch geschulte Ersthelfer-Einheit, die die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt und insbesondere bei vitalen Bedrohungen (z. B. Bewusstlosigkeit, Reanimation, schwere Atemstörungen) frühzeitige Maßnahmen einleitet. In gelegentlichen Fällen wird durch die Integrierte Leitstelle auch eine Feuerwehr mit einem MLF alarmiert, wenn diese über qualifiziertes Personal, geeignete Notfallausrüstung und eine kurze Anfahrtszeit verfügt oder zusätzlich technische Hilfe (z. B. Zugang schaffen, Tragehilfe, Absicherung der Einsatzstelle) erforderlich ist.
Freitag Abend wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Niederroth zu einem Haus in Sigmertshausen alarmiert. Bei Eintreffen konnte eine Verrauchung im Gebäude festgestellt werden. Die Bewohner konnten sich zwischenzeitlich selbst in Sicherheit bringen. Ein Atemschutztupp von uns kontrollierte im Anschluss die Wohnung sowie den Ofen. Zudem wurde durch die Einsatzleiterin ein Rettungswagen zur Eigenabsicherung angefordert. Die Kollegen aus Niederroth stellten derweil den Sicherungstrupp. Vermutlich konnte der Rauch korrosionsbedingt nicht optimal abziehen, weshalb es zur Verrauchung kam. Nach ca. 60 Minuten konnten wir den Einsatz beenden.
Am Samstag fand bei der Feuerwehr Sigmertshausen eine Ausbildungsveranstaltung der besonderen Art statt: Die Kreisbrandinspektion Dachau führte bei uns den Lehrgang „Technische Hilfeleistung ohne Hydraulik“ durch. Dieses Modul richtet sich speziell an Feuerwehren, die keinen hydraulischen Rettungssatz vorhalten, im Einsatzfall jedoch häufig als ersteintreffende Einheit an Verkehrsunfallstellen tätig werden.
Zentrales Anliegen des Moduls ist es, den Einsatzkräften eine strukturierte und sichere Vorgehensweise zu vermitteln. Durch einheitliche Standards wird gewährleistet, dass auch ohne Spezialtechnik schnell wirksame Maßnahmen eingeleitet werden können – sei es zur Absicherung der Einsatzstelle, zum Zugang zum Patienten oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes.
Der Lehrgang umfasste fünf Unterrichtseinheiten und bestand aus einem ausgewogenen Mix aus Theorie und intensiver Praxis.
Schwerpunkte waren unter anderem:
Grundlagen der Einsatztaktik bei Verkehrsunfällen
Sicheres Arbeiten, Erkundung und Gefahrenabwehr
Technische Möglichkeiten mit der eigenen feuerwehrtechnischen Beladung
Vorgehensweisen aus dem EHF-Kurs (Ersthelfer Feuerwehr) vertiefen
Kooperation nachrückender Kräfte mit hydraulischem Rettungssatz
Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, inklusive Anwendung des Spineboards
Besonders wichtig war den Ausbildern dabei, zu zeigen, wie viel man bereits mit Standard-Ausrüstung erreichen kann – vom Glasmanagement bis zur patientenorientierten Erstöffnung. Perfekt also für uns mit der Beladung des Mittleren Löschfahrzeugs (MLF).
Den Höhepunkt bildete eine realitätsnahe Übung an einem Unfallfahrzeug. Die Teilnehmenden setzten das zuvor Besprochene direkt um: Absichern, Stabilisieren, Zugangswege schaffen und die Kommunikation mit Rettungsdienst und nachrückenden Einheiten trainieren. Die Ausbilder lobten die strukturierte, ruhige Arbeitsweise und das hohe Engagement aller Beteiligten.
Der THL-Lehrgang war ein voller Erfolg und ein wertvoller Beitrag zur Einsatzsicherheit im gesamten Gemeindebereich. Solche Ausbildungen erweitern das Wissen, die Einsatzkompetenz und stärken die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr. Ein herzlicher Dank geht an die Ausbilder der Kreisbrandinspektion Dachau und alle Kameradinnen und Kameraden, die sich die Zeit für diese wichtige Weiterbildung genommen haben.
Im Rahmen des diesjährigen Sankt Matin Umzugs unterstützten wir die Kameraden der Feuerwehr Röhrmoos bei der Verkehrsabsicherung in Großinzemoos. Wir sicherten die Indersdorfer Straße für den Umzug. Nach 1,5 Std. konnten wir den Einsatz beenden
Am 09.10.2025 führte die Feuerwehr Sigmertshausen um 19:00 Uhr eine praxisnahe THL-Übung durch.
Das Szenario: Ein PKW war in eine Grube gestürzt, zwei Personen mussten gerettet werden. Besonders hervorzuheben ist, dass die gesamte Übung ausschließlich mit dem Mittleren Löschfahrzeug (MLF), Florian Sigmertshausen 47/1, abgearbeitet wurde. Dies stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen und zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und leistungsfähig das MLF im Einsatz sein kann.
Für die technische Rettung kamen unter anderem eine Akku-Säbelsäge, ein Spineboard, Material zur Sicherung und zum Unterbauen, sowie das Halligan-Tool zum Einsatz. Der Brandschutz wurde dabei zweifach sichergestellt: Zum einen durch den Schnellangriff, zum anderen durch einen bereitgestellten Pulverlöscher. So war jederzeit ein umfassender Schutz gewährleistet.
Die Übung diente dazu, die Abläufe und die Zusammenarbeit unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Feuerwehr Sigmertshausen bedankt sich bei allen Beteiligten für das Engagement und die professionelle Durchführung der Übung.
Am Abend des 02.10.2025 wurden wir vom Rettungsdienst zu einem Verkehrsunfall nachgefordert. Auf der DAH 10 Richtung Großinzemoos kam es am Ortsausgang zu einem PKW welcher alleinbeteiligt verunfallte.
Am Einsatzort angekommen war der Rettungsdienst bereits vor Ort. Wir stellen den Brandschutz sicher und übernahmen verkehrsleitende Maßnahmen. Nach ca. 45 Minuten konnten wir wieder einrücken.
Zusammen mit weiteren Einheiten wurden wir nach Niederroth alarmiert. Hier kam es in einem Kellerraum zu einem Kabelbrand an einem Elektrogerät. Bei Eintreffen war der Brand bereits gelöscht. Wir konnten die Kameraden aus Niederroth mit unserem Akku-Lüfter unterstützen, welchen wir in Bereitschaft brachten. Nach kurzer Zeit konnten wir wieder abrücken.
Zusammen mit den Feuerwehren Rumeltshausen und Niederroth wurden wir durch die ILS zu einem Waldstück zwischen Kreisverkehr Rumeltshausen und Niederroth alarmiert. Ein Mitteiler hatte im Bereich des Waldes eine Rauchentwicklung festgestellt und einen Notruf abgesetzt. Die ersteintreffenden Kräfte konnten zwar eine Rauchentwicklung bestätigen, diese stammte aber von einem defekten PKW. Wir wurden deshalb auf Anfahrt abbestellt und konnten kurz drauf wieder einrücken.
Auf Anforderung der Feuerwehr Niederroth unterstützten wir beim Abarbeiten eines Unwettereinsatzes im Ortsbereich Niederroth. Nach ca. 60 Minuten konnten wir wieder einrücken.
Am Nachmittag des 23.06. wurden wir Unwetterbedingt zu einem Baum auf der Fahrbahn alarmiert. Die Einsatzstelle wurde gesichert und der Baum abgetragen. Auch in anderen Orten des Landkreises gab es Unwettereinsätze, so wurden wir im Anschluss noch unterstützend tätig.